Frauenärztin
Diät- & Ernährungsberatung

Dr. med. Brigitte Eschler
Erdkampsweg 43
22335 Hamburg
Tel. 040 - 50 10 05

Gebärmutterhalskrebs

Test & Impfung

Der Gebärmutterhalskrebs wird durch sogenannte humane Papilloma Viren (HPV) ausgelöst. Die Infektion gehört zu einer der häufigsten sexuell übertragbaren Erkrankungen. Bisher sind über 100 Arten dieser Viren entdeckt, von denen einige für den Menschen besonders wichtig sind. Es gibt die Low-risk (Niedrigrisiko) Viren die den Genitaltrank infizieren und gutartige Warzen (Feigwarzen, Condylome) bilden.

Daneben gibt es die High-risk (Hochrisiko) Typen. Sie gelten als Auslöser des Gebärmutterhalskrebs. Bei ca. 80 % aller mit HPV infizierten Frauen bekämpft die Immunabwehr erfolgreich diese Viren. Sie verschwinden meist innerhalb von 1,5 Jahren. Bei 20 % der Frauen verbleiben die Viren jedoch im Körper und es besteht dann ein erhebliches Risiko, in einigen Jahren an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken.

An Gebärmutterhalskrebs erkranken in Deutschland jährlich ca. 7.000 Frauen. Es ist die zweithäufigste Todesursache bei Frauen bis 44 Jahren. Gefährdet sind besonders Frauen ab dem 30. Lebensjahr. Ein HPV-Abstrich vom Gebärmutterhals gibt darüber Auskunft, ob eine Infektion vorliegt.

Die Kombination von Krebsabstrich und HPV-Abstrich bietet die bestmöglichste Krebsfrüherkennung und ist in einigen Ländern schon Standard (USA). Ein negatives Abstrichergebniss des HPV Testes bedeutet, dass Ihr persönliches Risiko, an einen Gebärmutterhalskrebs zu erkranken, äußerst gering ist. Ein positiver Test heißt nicht, dass Sie an Gebärmutterhalskrebs erkrankt sind, sondern dass Sie zu den gefährdeten Patientinnen gehören und Sie genauer überwacht werden müssen.

Eine Infektion mit HPV Viren kann effektiv durch eine Impfung verhindert werden. Hierfür stehen 2 Impfstoffe zur Verfügung. Die ständige Impfkommission empfiehlt allen Mädchen von 9 bis 17 Jahren die Impfung (insgesamt 3 Impfungen). Die Impfung sollte möglichst vor dem ersten Sexualkontakt abgeschlossen sein. Der Schutz hält mindestens 5 Jahre, vermutlich aber noch viel länger an.

Die Impfung ist sehr gut verträglich und schützt, bei der Verwendung des Vierfach-Impfstoffes, auch gegen die häufigsten Genitalwarzen (Kondylome). Diese werden ebenfalls durch diese Viren übertragen. Diese Impfung wird von den Kassen übernommen.

Eine Impfung gegen HPV Viren ist jedoch auch für Frauen nach dem 18. Lebensjahr sinnvoll, wird aber nicht (bzw. nur mit einigen Ausnahmen) von den Kassen bezahlt.